Unterweisungsmappe

Unterweisung Büro

Für Büro enthält diese Vorlage Unterweisungstexte zu Bildschirmarbeitsplatz richtig einstellen, Pausen, Bewegung und Augen bei Bildschirmarbeit, Sicher und gesund im Homeoffice sowie allgemeine Arbeitsschutzthemen. Sie können alle Texte und je eine Verständnisfrage unten lesen und an die Arbeitsplätze Ihres Betriebs anpassen.

Themen der Vorlage

Wählen Sie anhand Ihrer Gefährdungsbeurteilung für Büro die passenden Themen aus. Ergänzen Sie die betrieblichen Abläufe und Ansprechpersonen. § 12 ArbSchG verlangt Anweisungen und Erläuterungen zum jeweiligen Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich.

Texte besprechen und Verständnis prüfen

Die Texte dienen zur Vorbereitung. Nach DGUV Regel 100-001, Abschnitt 2.3.1, müssen Rückfragen an die unterweisende Person möglich sein und die Inhalte verstanden werden. Ergänzen Sie den digitalen Teil durch ein Nachgespräch und erforderliche praktische Vermittlung.

Zur Form: Wann eine Online-Unterweisung ausreicht. Zur Dokumentation: Unterweisungsnachweis mit Inhalten und Teilnehmenden.

Bildschirmarbeitsplatz richtig einstellen

Worum es geht

Bildschirmarbeit belastet vor allem Nacken, Schultern, Rücken und Augen. Ein gut eingestellter Platz beugt Beschwerden vor. Ein Arbeitsplatz gilt erst dann als ergonomisch, wenn Sie wissen, wie Sie Ihre Arbeitsmittel einstellen und nutzen.

Stuhl zuerst

Stellen Sie die Sitzhöhe so ein, dass Ihre Füße flach auf dem Boden stehen. Ober- und Unterschenkel bilden dabei einen Winkel von etwa 90 Grad oder etwas mehr. Zwischen Sitzvorderkante und Unterschenkel bleibt etwa eine Handbreite frei. Die Wölbung der Rückenlehne stützt den unteren Rücken.

Dann den Tisch

Die Tischhöhe passt, wenn Ihre Unterarme auf der Tischplatte aufliegen und mit den Oberarmen etwa einen rechten Winkel bilden. Die Schultern hängen locker. Ist der Tisch nicht verstellbar, passen Sie den Stuhl an den Tisch an. Erreichen Ihre Füße dann den Boden nicht, hilft eine Fußstütze.

Bildschirm aufstellen

Stellen Sie den Bildschirm direkt vor sich und eher niedrig auf, sodass Ihr Blick leicht nach unten geht. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte bei Büroarbeit mindestens 50 cm betragen. Das Fenster gehört seitlich zum Bildschirm, nicht dahinter und nicht in Ihren Rücken.

Tastatur und Maus

Lassen Sie vor der Tastatur Platz, damit Sie die Handballen ablegen können. Die Maus liegt nah am Körper. Häufig genutzte Arbeitsmittel gehören in Ihr zentrales Blickfeld und in Griffweite.

Anzeige anpassen

Stellen Sie Helligkeit und Kontrast so ein, dass Sie gut lesen können. Dunkle Schrift auf hellem Grund ist meist besser lesbar und macht Spiegelungen weniger störend. Vergrößern Sie die Schrift, wenn Sie sich zum Lesen nach vorn beugen.

Bewegt sitzen

Die beste Sitzhaltung ist die nächste: Wechseln Sie zwischen vorgeneigtem, aufrechtem und zurückgelehntem Sitzen. Sitzbälle und Pendelhocker sind kein Ersatz für einen Bürostuhl, weil sie wegrollen oder kippen können.

Probleme melden

Lässt sich etwas nicht einstellen oder haben Sie Beschwerden, sprechen Sie Ihre verantwortliche Person an. Auf Wunsch gibt es eine Fußstütze.

Beispielfrage

Was stellen Sie zuerst ein, wenn Stuhl und Tisch verstellbar sind?

  • Den Bildschirm
  • Den Stuhl
  • Die Tischhöhe
  • Die Tastatur

Richtige Antwort: Den Stuhl

Erst wird die Sitzhöhe an den Körper angepasst, danach der Tisch an die Sitzposition.

Pausen, Bewegung und Augen bei Bildschirmarbeit

Worum es geht

Langes Sitzen und Arbeiten am Bildschirm ohne Unterbrechung belastet Muskeln und Augen. Abwechslung und kurze Pausen helfen, leistungsfähig und beschwerdefrei zu bleiben.

Bildschirmarbeit unterbrechen

Ihr Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass Bildschirmarbeit durch andere Tätigkeiten oder regelmäßige Erholungszeiten unterbrochen wird. Nutzen Sie solche Wechsel bewusst, zum Beispiel für Ablage, Gespräche oder Telefonate im Stehen.

Lieber oft und kurz

Mehrere kurze Pausen erholen besser als eine lange Pause mit gleicher Gesamtdauer. Pausen aufzusparen, um früher Feierabend zu machen, bringt keine Erholung.

Mehr Bewegung im Alltag

Gehen Sie zu Kolleginnen und Kollegen, statt zu mailen. Nehmen Sie die Treppe. Nutzen Sie einen höhenverstellbaren Tisch für Arbeit im Stehen. Lockern Sie in Kurzpausen Schultern und Nacken.

Augen entlasten

Ein Blick in die Ferne, etwa aus dem Fenster, gibt den Augen eine Pause. Brennende oder tränende Augen, Flimmern oder Kopfschmerzen können auf Blendung, zu kleine Zeichen oder eine nicht passende Brille hinweisen.

Angebotsvorsorge nutzen

Wer an Bildschirmgeräten arbeitet, bekommt eine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten. Dazu gehört auf Wunsch ein Sehtest. Reicht Ihre normale Brille für den Bildschirm nicht, stellt der Arbeitgeber im nötigen Umfang eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille.

Abends

Arbeiten Sie abends noch am Bildschirm, kann blaues Licht den Schlaf stören. Aktivieren Sie den Nachtmodus spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen.

Beispielfrage

Was erholt bei Bildschirmarbeit besser?

  • Eine lange Pause am Ende des Tages
  • Mehrere kurze Pausen über den Tag verteilt
  • Pausen aufsparen und früher gehen

Richtige Antwort: Mehrere kurze Pausen über den Tag verteilt

Mehrere kurze Erholungszeiten haben einen höheren Erholungseffekt als wenige lange.

Sicher und gesund im Homeoffice

Worum es geht

Im Homeoffice gelten Arbeitsschutz und Arbeitszeitgesetz wie im Betrieb. Auch die Unterweisung ist vorgeschrieben. Bei Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Arbeit sind Sie gesetzlich unfallversichert.

Ausstattung

Für längere Arbeit brauchen Sie einen ausreichend großen Bildschirm sowie eine separate Tastatur und Maus. Ein Notebook allein ist nur für kurze Zeit geeignet. Ein Notebookständer hilft nur zusammen mit externer Tastatur und Maus.

Platz und Licht

Wählen Sie einen Platz, an dem das Tageslicht von der Seite kommt. Sorgen Sie für ausreichend Licht im ganzen Raum, nicht nur durch eine Tischleuchte. Lassen Sie um den Stuhl genug Bewegungsfläche.

Stolperfallen und Raumklima

Kabel sind im Homeoffice eine typische Stolperfalle. Verlegen Sie sie sicher und räumen Sie Taschen und Kartons aus dem Weg. Lüften Sie regelmäßig und vermeiden Sie Zugluft.

Arbeitszeit und Pausen

Halten Sie Pausen und Ruhezeiten ein. Vereinbaren Sie mit Ihrem Team feste Zeiten, in denen Sie erreichbar sind. Außerhalb der Arbeitszeit sollten Sie nicht dienstlich erreichbar sein müssen.

Arbeit und Privatleben trennen

Trennen Sie Arbeits- und Wohnbereich so gut es geht. Räumen Sie Arbeitsunterlagen zum Feierabend weg. Sperren Sie den Rechner, wenn Sie den Platz verlassen, damit Mitbewohnende keine Firmendaten sehen.

In Kontakt bleiben

Halten Sie regelmäßig Kontakt zu Ihrem Team und Ihrer Führungskraft. Planen Sie bei vielen Videokonferenzen Pausen ein. Sprechen Sie Probleme früh an.

Beispielfrage

Gilt die Pflicht zur Unterweisung auch für Arbeit im Homeoffice?

  • Nein, nur im Betrieb
  • Ja, auch im Homeoffice
  • Nur wenn mehr als drei Tage pro Woche

Richtige Antwort: Ja, auch im Homeoffice

Ein sicheres und gesundes Verhalten ist auch zu Hause wichtig, deshalb ist die Unterweisung vorgeschrieben.

Stolpern, Stürzen und sichere Aufstiege im Büro

Worum es geht

Auch im Büro passieren Unfälle, meist durch Stolpern, Ausrutschen oder Stürze von ungeeigneten Aufstiegen. Schon ein Sturz aus geringer Höhe kann bleibende Schäden verursachen.

Wege frei halten

Stellen Sie keine Kartons, Taschen oder Papierstapel in Gänge. Kabel gehören in Kabelkanäle, nicht quer über den Boden. Melden Sie lose Bodenbeläge, Unebenheiten und herumliegende Kabel.

Hohe Ablagen

Für Ablagen über Kopfhöhe stellt der Betrieb Tritte oder Leitern bereit. Steigen Sie nie auf Stühle, Drehstühle, Tische, Kisten oder Regale.

Vor jeder Benutzung prüfen

Schauen Sie Leiter oder Tritt vor dem Benutzen auf sichtbare Schäden an. Ist etwas auffällig, benutzen Sie den Aufstieg nicht und melden Sie es.

Richtig steigen

Steigen Sie mit Blick zu den Stufen auf und ab und halten Sie sich fest. Tragen Sie geschlossene Schuhe. Lehnen Sie sich nicht seitlich hinaus, steigen Sie lieber ab und stellen Sie den Aufstieg um. Bei Stehleitern bleiben die obersten beiden Stufen frei.

Schränke und Container

Schränke und Bürocontainer haben oft Auszugsperren, damit sie nicht kippen. Umgehen Sie diese nicht und überladen Sie Schränke nicht. Melden Sie wackelige oder beschädigte Möbel.

Beispielfrage

Sie müssen einen Ordner aus dem obersten Regalfach holen. Was tun Sie?

  • Auf den Drehstuhl steigen
  • Den bereitgestellten Tritt oder die Leiter benutzen
  • Auf den Schreibtisch steigen

Richtige Antwort: Den bereitgestellten Tritt oder die Leiter benutzen

Stühle, Tische oder Kisten sind keine sicheren Aufstiege.

Psychische Belastung im Büro

Worum es geht

Psychische Belastung meint alle Einflüsse der Arbeit, die auf Sie einwirken: Aufgaben, Organisation, Arbeitszeit, Umgebung und Miteinander. Belastung ist nicht automatisch schlecht. Sie kann anregen, auf Dauer aber auch zu Stress und Erschöpfung führen.

Typische Belastungen

Häufig sind Zeit- und Leistungsdruck, ständige Unterbrechungen, unklare Zuständigkeiten, Konflikte und dauernde Erreichbarkeit. Auch Lärm und schlechtes Raumklima wirken psychisch.

Was der Betrieb tut

Ihr Betrieb erfasst psychische Belastung in der Gefährdungsbeurteilung. Maßnahmen setzen zuerst an der Arbeit selbst an, zum Beispiel an Arbeitsmenge, Abläufen und Zuständigkeiten.

Warnzeichen bei sich selbst

Achten Sie darauf, wenn Sie regelmäßig Pausen ausfallen lassen, länger arbeiten oder alles gleichzeitig erledigen wollen. Das hilft kurzfristig, schadet aber auf Dauer der Gesundheit.

Was Sie tun können

Klären Sie Prioritäten im Team und sprechen Sie Überlastung früh bei Ihrer Führungskraft an. Nutzen Sie Pausen wirklich zur Erholung, also ohne Arbeitsthemen.

Respektvolles Miteinander

Unterstützung durch Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte schützt die Gesundheit. Mobbing, Belästigung und Übergriffe schaden. Wenden Sie sich bei solchen Erfahrungen an Ihre Führungskraft oder eine benannte Vertrauensperson.

Beispielfrage

Was ist mit „psychischer Belastung“ gemeint?

  • Eine psychische Erkrankung
  • Alle Einflüsse der Arbeit, die psychisch auf einen Menschen einwirken
  • Nur Streit mit Kollegen

Richtige Antwort: Alle Einflüsse der Arbeit, die psychisch auf einen Menschen einwirken

Der Begriff ist neutral und umfasst alle äußeren Einflüsse aus der Arbeit.

Erste Hilfe, Notruf und Unfallmeldung

Worum es geht

Bei einem Unfall zählt jede Minute. Erste Hilfe beginnt am Unfallort und endet erst, wenn der Rettungsdienst übernimmt. Jede Person im Betrieb ist ein Glied dieser Rettungskette. Sie müssen nicht Ärztin oder Arzt sein, um zu helfen.

Was Sie in Ihrem Betrieb wissen müssen

- Wer bei uns Ersthelferin oder Ersthelfer ist. - Wo der Verbandkasten und weiteres Erste-Hilfe-Material liegen. - Wo und wie Sie einen Notruf absetzen. - Wem Sie einen Unfall melden. Diese Angaben stehen auf dem Aushang zur Ersten Hilfe. Sehen Sie ihn sich an.

Sofortmaßnahmen

Sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab und bringen Sie Verletzte aus der Gefahrenzone, wenn das ohne Gefahr für Sie möglich ist. Setzen Sie dann den Notruf ab. Bis Hilfe kommt: bei Bedarf Herz-Lungen-Wiederbelebung, starke Blutungen stillen, stabile Seitenlage, Betroffene betreuen. Bringen Sie sich selbst nicht in erhebliche Gefahr.

Der Notruf 112

Die Notrufnummer für Rettungsdienst und Feuerwehr ist bundesweit 112. Sagen Sie zuerst, wo der Notfall ist: Ort, Straße, Hausnummer, Gebäude, Stockwerk. Legen Sie dann nicht auf. Die Leitstelle stellt Fragen, zum Beispiel was passiert ist und wie viele Verletzte es gibt.

Jeden Unfall melden

Melden Sie jeden Unfall sofort Ihrer verantwortlichen Person, auch wenn er klein wirkt. Kann die verletzte Person das nicht selbst, meldet ihn die Person, die zuerst davon erfährt. Der Betrieb muss schwere Unfälle mit mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit der Berufsgenossenschaft anzeigen. Dafür braucht er Ihre Meldung.

Eintrag ins Verbandbuch

Jede Erste-Hilfe-Leistung wird dokumentiert, zum Beispiel im Verbandbuch oder Meldeblock. Eingetragen werden Zeit, Ort, Hergang, Art der Verletzung, die geleistete Hilfe und die Namen von Verletzten, Zeugen und Helfenden. Der Eintrag ist Ihr Nachweis, falls aus einer kleinen Verletzung später eine größere wird. Er wird fünf Jahre vertraulich aufbewahrt.

Zum Arzt nach einem Arbeitsunfall

Wenn Sie nach einem Arbeits- oder Wegeunfall über den Unfalltag hinaus nicht arbeiten können oder die Behandlung voraussichtlich länger als eine Woche dauert, gehen Sie zu einem Durchgangsarzt. Sagen Sie in der Praxis immer, dass es ein Arbeitsunfall war. Bei Verletzungen an Augen oder Hals, Nase, Ohren gehen Sie zu einer Fachärztin oder einem Facharzt dieses Gebiets.

Ersthelfer werden

Ersthelferinnen und Ersthelfer werden bei einer von der Berufsgenossenschaft anerkannten Stelle ausgebildet und in der Regel alle zwei Jahre fortgebildet. Beschäftigte sollen sich dafür ausbilden lassen, wenn keine persönlichen Gründe dagegen sprechen. Sprechen Sie Ihre verantwortliche Person an.

Beispielfrage

Welche Nummer wählen Sie für Rettungsdienst und Feuerwehr?

  • 110
  • 112
  • 116 117

Richtige Antwort: 112

Die 112 ist bundesweit die Notrufnummer für Rettungsdienst und Feuerwehr.

Brandschutz, Fluchtwege und Verhalten im Brandfall

Worum es geht

Ein Brand breitet sich schnell aus, und Rauch ist oft gefährlicher als die Flammen. Sie lernen hier, wie Sie Brände vermeiden, wie Sie im Ernstfall hinauskommen und wann Sie selbst löschen dürfen.

Fluchtwege kennen

Fluchtwege und Notausgänge sind mit grünen Schildern gekennzeichnet, die auch im Dunkeln sichtbar sind. Wo ein Flucht- und Rettungsplan hängt, zeigt er Ihren Weg nach draußen, die Feuerlöscher und die Sammelstelle. Gehen Sie Ihre Fluchtwege einmal bewusst ab, damit Sie sie im Ernstfall finden.

Fluchtwege freihalten

Fluchtwege und Notausgänge müssen immer frei sein, auch für kurze Zeit. Stellen Sie dort keine Kartons, Wagen oder Möbel ab. Notausgänge dürfen nicht abgeschlossen sein, solange Menschen im Gebäude sind. Sie müssen sich von innen ohne Schlüssel öffnen lassen. Achten Sie auch draußen darauf, dass vor Notausgängen nichts steht.

Wenn es brennt

1. Ruhe bewahren. 2. Andere warnen und Alarm auslösen. Nehmen Sie jeden Alarm ernst, auch wenn Sie eine Übung vermuten. 3. Feuerwehr über 112 rufen: wo es brennt und was brennt. Auf Rückfragen warten. 4. Kleine Entstehungsbrände nur löschen, wenn Sie sich dabei nicht gefährden. 5. Breitet sich der Brand aus: sofort raus. Menschenleben gehen vor.

Richtig flüchten

Folgen Sie den gekennzeichneten Fluchtwegen und benutzen Sie keine Aufzüge. Bei Rauch bewegen Sie sich gebückt fort, weil die Luft unten besser ist. Helfen Sie Menschen mit Behinderung und Ortsfremden, und gehen Sie zur Sammelstelle, damit niemand vermisst wird.

Feuerlöscher

Feuerlöscher hängen an Stellen mit dem roten Zeichen „Feuerlöscher“. Stellen Sie nichts davor. Nicht jeder Löscher passt zu jedem Brand. Für brennendes Fett und Öl in Fritteusen gibt es eigene Löscher der Brandklasse F. Ein Prüfvermerk am Löscher zeigt die letzte Wartung. Fehlt er oder ist der Löscher beschädigt, melden Sie das.

Brandschutzhelfer

Ihr Betrieb benennt Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhelfer. Sie werden im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen und üben das Löschen praktisch. Fragen Sie nach, wer das bei Ihnen ist.

Brände vermeiden

Viele Brände entstehen an elektrischen Geräten. Halten Sie Lüftungsschlitze frei und lassen Sie Geräte, die heiß werden, nicht unbeobachtet laufen. Stecken Sie keine Mehrfachsteckdosen hintereinander und schalten Sie Geräte nach Gebrauch ganz aus.

Beispielfrage

Vor einem Notausgang sollen kurz Kartons abgestellt werden. Was ist richtig?

  • Für eine Stunde ist das in Ordnung
  • Notausgänge müssen immer frei bleiben
  • Nur nachts ist das erlaubt

Richtige Antwort: Notausgänge müssen immer frei bleiben

Fluchtwege und Notausgänge müssen ständig frei sein. Ein Brand kündigt sich nicht an.

Elektrische Geräte sicher benutzen

Worum es geht

Beschädigte Kabel, Stecker und Geräte können einen Stromschlag oder einen Brand auslösen. Viele Schäden sehen Sie mit bloßem Auge, wenn Sie kurz hinschauen.

Vor jeder Benutzung ansehen

Sehen Sie sich Gerät, Kabel und Stecker vor der Benutzung kurz an. Achten Sie auf gebrochene Gehäuse, Quetschungen oder Risse am Kabel, lose Stecker und Schmorspuren.

Schäden melden, Gerät nicht benutzen

Ein beschädigtes Gerät nehmen Sie sofort außer Betrieb und melden den Schaden. Kleben Sie Kabel nicht mit Isolierband. Reparieren dürfen nur Elektrofachleute.

Prüfplakette

Viele Geräte tragen eine Plakette mit dem nächsten Prüftermin. Daran sehen Sie, ob das Gerät geprüft ist. Die Plakette ersetzt nicht Ihren eigenen Blick. Ein Schaden kann jederzeit neu entstehen.

Mehrfachsteckdosen und Kabeltrommeln

Stecken Sie keine Mehrfachsteckdosen hintereinander. Schließen Sie nicht mehrere große Verbraucher gleichzeitig an eine Mehrfachsteckdose an, zum Beispiel Herd, Spülmaschine oder Waschmaschine. Rollen Sie Kabeltrommeln vor der Benutzung ganz ab. Sonst kann das Kabel heiß werden.

Wärme und Wasser

Halten Sie Lüftungsschlitze frei. Stellen Sie keine Pflanzen oder Getränke auf Geräte. Geräte, die heiß werden, wie Herd, Grill oder Bügeleisen, lassen Sie im Betrieb nicht unbeobachtet. Schalten Sie Geräte nach Gebrauch ganz aus statt im Stand-by zu lassen.

Beispielfrage

Wann sehen Sie sich ein elektrisches Gerät auf Schäden an?

  • Vor jeder Benutzung
  • Einmal im Jahr
  • Nur wenn es nicht mehr funktioniert

Richtige Antwort: Vor jeder Benutzung

Vor der Benutzung soll jedes Gerät auf erkennbare Mängel angesehen werden.

Quellen und Stand

Vorlagenstand: 2026-11-01. Die Texte der Unterweisungsmappe beruhen auf den folgenden Handlungshilfen und ersetzen keine Prüfung der Verhältnisse in Ihrem Betrieb.

Unterweisungsthemen aller Branchen und Fristen der Unterweisung.

Legen Sie Ihren Betrieb an und stellen Sie die Unterweisung für die Tätigkeiten Ihrer Beschäftigten zusammen. Jeder Beschäftigte erhält einen persönlichen Link mit Verständnisfragen und Bestätigung.

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